Der Tarifvertrag (KV) für Mitarbeiter von Universitäten regelt die Gehaltsstruktur des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals. Alle Mitarbeiter werden je nach Art der im Arbeitsvertrag vereinbarten Tätigkeiten zu einer bestimmten Beschäftigungsgruppe hinzugefügt. Diese Klassifizierung wird von der Hochschulleitung auf der Grundlage der verfügbaren Qualifikationen durchgeführt. Für jede Beschäftigungsgruppe wird ein Bruttomonatsgehalt definiert, und unter diese Zahl geht nicht. Das tatsächliche Gehalt eines wissenschaftlichen oder künstlerischen Mitarbeiters wird zwischen dem Rektorat und dem betreffenden Mitarbeiter ausgehandelt. Lehr- und Forschungspersonal an Fachhochschulen (FHs) sind nach privatrechtlichen Vorschriften beschäftigt. Es kann einen unbefristeten oder befristeten Arbeitsvertrag geben. Da die Beschäftigung auf der Grundlage privatrechtlicher Verträge erfolgt, ist es nicht möglich, Informationen über die Gehälter des Lehr- und Forschungspersonals an Fachhochschulen zu liefern. Die Beschäftigung des FH-Personals erfolgt auf der Grundlage privatrechtlicher Verträge. An den Fachhochschulen muss zwischen Vollzeit- und Teilzeit-Lehr- und Forschungspersonal unterschieden werden. Die hohe Praxisorientierung der von den FHs angebotenen Programme bedeutet, dass ein großer Teil der (Teilzeit-)Lehrer aus dem jeweiligen Berufsfeld rekrutiert wird. Folgende Beschäftigungsgruppen (EGs) sind im Tarifvertrag [Mehr] beschrieben: Lehrer an pädagogischen Hochschulen können, wenn sie über eine entsprechende Qualifikation verfügen, die Stelle eines Universitätsprofessors erwirken (vgl. Unterkapitel 9.4).

Es besteht auch die Möglichkeit, Funktionen im Lehrausschuss oder in der Leitung des Instituts zu übernehmen. Die Arbeitszeiten des Lehr- und Forschungspersonals an Fachhochschulen sind in den jeweiligen Arbeitsverträgen nach privatrechtlichen Vorschriften festgelegt. Der Urlaubsanspruch basiert auf dem Urlaubsgesetz und beträgt 30 Werktage (fünf Wochen) mit einer Betriebsdauer von weniger als 25 Jahren; nach 25 Dienstjahren auf 36 Werktage ansteigen. Für Lehrkräfte an Universitäten, die auf der Grundlage privatrechtlicher Verträge beschäftigt sind, beträgt der Urlaubsanspruch 30 Werktage (25 Arbeitstage oder fünf Wochen).